Wie können digitale Medien das Lernen bereichern? Welche Kompetenzen brauchen Kinder für ihre Zukunft? Und wie lassen sich neue Möglichkeiten mit bewährten Unterrichtsformen verbinden?
Diesen Fragen widmete sich das Kollegium der Schule Böttstein am 4. November 2026 im Rahmen der schulinternen Weiterbildung «MIA Learning Circle».
In verschiedenen Erfahrungsräumen beschäftigten sich die Lehrpersonen mit dem Suchen, Bewerten und Vermitteln von Informationen. Anschauliche Lapbooks, Kompetenzraster und praktische Aufgaben eröffneten neue Perspektiven auf die Gestaltung eines zeitgemässen Unterrichts.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Lehrplan21. Dieser verdeutlicht, dass Medienbildung bereits im Kindergarten beginnt und über alle Schulstufen hinweg kontinuierlich aufgebaut werden muss. Dabei geht es um weit mehr als technische Fertigkeiten: Kinder sollen lernen, Informationen kritisch zu hinterfragen, digitale Werkzeuge sinnvoll einzusetzen und verantwortungsbewusst mit Medien umzugehen.
Spielerische Herausforderungen, überraschende Vergleiche und angeregte Diskussionen sorgten für einen abwechslungsreichen Nachmittag. Dabei wurde deutlich, dass Unterrichtsentwicklung vor allem Offenheit, Neugier und die Bereitschaft zum Ausprobieren erfordert.
Passend dazu begleitete der Leitsatz der Schule Böttstein «Neues darf sein – Bewährtes darf bleiben» die Weiterbildung. Digitale Medien sollen traditionelle Lernformen nicht verdrängen, sondern dort ergänzen, wo sie einen echten pädagogischen Mehrwert schaffen.
Denn nicht das Gerät entscheidet über guten Unterricht, sondern die Frage, wie Kinder damit lernen, entdecken, gestalten und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln können.
Der MIA Learning Circle ist keine einmalige Veranstaltung, sondern Teil eines nachhaltigen Schulentwicklungsprozesses. Die Lehrpersonen entwickeln in ihren Unterrichtsteams konkrete Ideen, die sie in den kommenden Monaten gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern erproben.
Dabei stehen das Ausprobieren, Beobachten, Reflektieren und gegenseitige Lernen im Vordergrund. Die Fachstelle imedias wird die Schule weiterhin begleiten und bei der praktischen Umsetzung unterstützen.
Bereits seit Sommer 2026 befindet sich die Schule gemeinsam mit der Fachstelle imedias der Pädagogischen Hochschule FHNW auf einem spannenden Entwicklungsweg. Die Lehrpersonen werden dabei fachlich und pädagogisch begleitet, beraten und durch praxisnahe Impulse sowie gezieltes Coaching unterstützt.
Im Mai 2027 werden die entstandenen Unterrichtsprojekte, Lernprodukte und Erfahrungen an einer gemeinsamen Werkschau präsentiert. Sie bietet Gelegenheit, Einblicke in die unterschiedlichen Lernprozesse zu gewinnen, voneinander zu profitieren und neue Impulse für die weitere Unterrichtsentwicklung mitzunehmen.
Die abwechslungsreiche, praxisnahe und professionell gestaltete Weiterbildung eröffnete vielfältige Denkanstösse und machte Lust darauf, neue Wege zu gehen.
Nun wandern die Ideen aus den Weiterbildungsräumen in die Klassenzimmer. Dort beginnt eine spannende Entdeckungsreise, auf der Lehrpersonen und Kinder gemeinsam forschen, experimentieren, Erfahrungen sammeln und voneinander lernen.
Denn zukunftsorientierte Bildung bedeutet nicht, möglichst viel Technik einzusetzen, sondern Kindern die Fähigkeiten mitzugeben, ihre analoge und digitale Lebenswelt selbstständig, kritisch, kreativ und verantwortungsbewusst zu gestalten.
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